Schnell und effektiv, wie ein gutes Powerplay, gibt es hier wieder das aktuell interessanteste aus der Eishockeywelt.

  • Wie hockeyweb zu berichten weiß, wird es nächste Saison in Duisburg doch keine kulinarischen Genüße aus unserem Nachbarland geben. Eishockey dann wohl auch nicht.
  • Die Iserlohn Roosters haben nicht nur einen Superhelden verpflichtet, sondern hatten auch Jahreshauptversammlung und haben infolge dessen ihre Bilanz auf der Vereinsseite veröffentlicht. Ziemlich einmalig, soweit ich weiß und definitiv interessant genug, um mal einen Blick drauf zu werfen.
  • Die Hessische/Niedersächsische Allgemeine hat interessante Informationen um das DEL-Lizensierungsverfahren gesammelt und berichtet, dass zwei oder drei Vereine nachbessern mussten. Namentlich genannt werden die Ice Tigers aus Nürnberg und die Kölner Haie, über den dritten Verein herrscht Rätselraten.
  • Der Joker wird endgültig einer. Der dreimalige DEL-Meister (ist er damit schon Rekordspieler?) Markus Jocher hat sich mit dem EHC München auf eine Art “Bereitschaftsdienst” geeinigt. Voran gingen anscheinend harte Verhandlungen mit seiner Mutter, der er zukünftig im gemeinsamen Nähmaschinenfachhandel hilft.
  • Jedes Jahr auf’s neue geht der Stanley Cup nach den NHL Finals auf Reisen. Dieses Jahr lag er z.B. schon im Bett mit Sidney Crosby um danach mit der ganzen Mannschaft der Pittsburgh Penguins baden zu gehen. Wortwörtlich!
  • Nicht gut zu sprechen ist man in Landshut auf den Wechsel von Thomas Brandl nach Köln und veröffentlichte sogar eine beissende Stellungnahme.

Während in Europa schon alle Ligen den Spielbetrieb eingestellt haben, läuft die NHL gerade erst zur Höchstform auf. Die Playoffs in der besten Liga der Welt sind im Gange und mittendrin steckt auch Dennis Seidenberg mit seinen Carolina Hurricanes gegen die New Jersey Devils. In der Best-of-seven-Serie steht es aktuell 2:2 und beim Sieg der Canes letzte Nacht war Seidenberg so gut, dass die Zeitung “The News & Observer” aus Raleigh ihm gleich einen ganzen Artikel widmete. Das passiert bei deutschen NHL-Spielern recht selten und ist mir Anlass genug hier zu zitieren.

Die titelgebende Rückkehr war es übrigens, da Seidenberg die beiden Spiele vorher als “scratch” auf der Tribüne sitzen musste – und das zum ersten Mal in dieser Saison.

Seidenberg, who missed 11 games because of injury but none because of a coach’s decision, could only hope he would get another chance. He could never imagine, as he tried to deal with the reality of being left out, taking advantage like this.

“I had no idea,” Seidenberg said. “When I was taken out, I was totally shocked. Then, all I was thinking was if I get another chance, I had to try to do what they want you to do, which was play defense, and that’s what I was trying to do tonight. That was my mind-set going into the game.”

He blocked a game-high five shots and tied for the team lead with eight hits, but it was his offense that made the difference in one of the most dramatic hockey games ever played at the RBC Center.

Quelle: The News & Observer

Das Siegtor der Partie war ein echter Buzzer Beater und fiel erst unglaubliche 0,2 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit. Take a look:

Wie ja vielleicht der ein oder andere weiss,  bin ich als Haie- und Avalanche-Fan in dieser Saison – wie soll ich es sagen – in dieser Saison ganz schön gekniffen. In einer Woche ist alles vorbei, keine Playoffs für die Avs, schon lange keine für die Haie. Beide Teams Letzter oder Vorletzter, je nach Sichtweise (ohne Duisburg, Conference- oder Ligaweit). Und auch wenn ich die DEL-Playoffs einigermassen geniesse so ganz ohne emotionale Bindung an eines der Teams, weiss ich nicht, wie das in den knapp 2 Monate-langen NHL-Playoffs wird.

Und nun hat mich die Denver Post drauf gebracht, was diese beiden Teams in der letzten Saison verbunden hat. Es ist der Strafzeitenkönig der abgelaufenen DEL-Saison:

That means the Avs will get no worse than the No. 4 pick in the first round of the NHL draft, June 26 in Montreal. It would be the team’s highest pick since moving to Denver and the highest for the franchise since Quebec took Todd Warriner at No. 4 overall in the 1992 draft.

Quelle: Denver Post

Die Eishockeywelt ist eben ziemlich klein und irgendwie findet sich immer eine Verbindung – und ich musste ja auch mal wieder was bloggen ;)

Absolut sehenswert für jeden Eishockeyfan, was meine lieben haimspiel-Kollegen da geschaffen haben, das Abschiedsvideo für Dave McLlwain:

good-bye-dave

Fangen wir an mit einem kleinen Quiz: Welcher Deutsche hat zuletzt in der tschechischen Liga gespielt? Ich würde mal blind auf den Wandervogel Jan Benda tippen. Vieles, was der Ex-Hamburger Martin Walter im SPOX-Interview über sein Engagement beim tschechischen Verein HC Litinov erzählt, erinnerte mich an eben diesen Jan Benda. Interessant ist die Perspektive aus einer europäischen Liga auf jeden Fall:

SPOX: Was ist Ihnen außerdem in den letzten Monaten aufgefallen?

Walter: In Tschechien gibt’s nur arm oder reich. Oder du bist Sportler. Es gibt viel Neid. Und gerade als Deutscher steht man unter besonderer Beobachtung. Als Ausländer musst du hier einfach besser spielen als ein Einheimischer – sonst hast du keine Chance. Und das ist richtig so. Nur in Deutschland ist das ja anders.

SPOX: Was meinen Sie damit?

Walter: Ein kanadischer Trainer holt seine Kanadier nach Deutschland. Und wenn die schlecht spielen, dann hält der Trainer trotzdem an denen fest. Warum das so ist, kann sich ja jeder denken. Und das ist fast überall so in Deutschland.

[...]

SPOX: Was sind die größten Unterschiede zwischen DEL und Extraliga?

Walter: Es ist ganz anderes Eishockey. Es wird immer erzählt, dass in Deutschland härter gespielt wird. Aber das ist totaler Quatsch. In Tschechien wird technisch anspruchsvoller gespielt und genauso hart. Kurzum: Es ist besser!

Ich schrieb hier ja schonmal, dass man Jeremy Roenick einfach lieben muss!

Gestern wurde ein Interview auf sportingnews.com veröffentlicht, in dem man dank der tolleb Fragen des Interviewers auch mal einen etwas ernsthafteren Einblick gewinnt, wie Roenick über sich selbst, seine Karriere und seine Zukunft denkt:

I’m one of those guys who doesn’t care if he looks like an idiot. Embarrassment isn’t in my vocabulary.

SN: What’s going through your mind when you see yourself on television?

Roenick: I laugh. Sometimes I laugh at myself. Sometimes. I’m like, ‘Why did you say that? What an idiot.’ Other times, I’m like, ‘That actually sounded like I knew what I was talking about.’

SN: How has your media-friendly attitude affected your career?

Roenick: I haven’t become as popular as I’ve become in the sport just because of my on-ice numbers. People know me because of the things I’d say. There are a lot of people who say negative publicity is what opens up doors — whatever kind of doors it opens. Nobody wants to hang out with blah, ‘We came out, wanted to work hard tonight.’ Nobody wants to hear the cliches that go around way too many times. They want to hear, ‘Screw that guy or the refs sucked.’ The media has made me a lot more popular, but they have thrown me under the bus, too.

SN: So what will it be after you retire — television, radio, movies, coaching …

Das komplette Interview hier, und natürlich kommt auch der Spass nicht zu kurz. Hey, es ist immer noch Jeremy Roenick ;)

Eben durch Zufall bei einem Golf-Magazin auf dem Premiere Sportportal hängengeblieben. “Vanden Berge – Time for Golf” nennt sich das und war diesmal auch für den Eishockey-Fan ganz interessant, denn Christoph Sandner, seines Zeichens bis 2006 noch Profi-Eishockeyspieler (u.a. Köln, Rosenheim, München, Riessersee, Frankfurt, Freiburg), ist inzwischen Personal Trainer für Golf und wird in diesem Magazin demnächst öfter zu sehen sein – als Head Physio Trainers der Vanden Berge Golf Academy.
Die war allerdings seine erste Sendung und so sprach er über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Eishockey und Golf, wie er zum Golf kam und warum es viele Hockeyspieler gibt, die gerne Golf spielen und welche Vorteile sie haben.

Auf jeden Fall sehenswert und wenn ich alles richtig verstanden habe, kommt diese Folge noch dreimal in der Wiederholung, aber ohne Gewähr – 7.1.08, 16:30 Uhr; 12.1.08, 1:00 Uhr; 13.1.08, 1:00 Uhr

Jeremy Roenick Avatar Jeremy Roenick, man muss den Mann einfach lieben! Nicht umsonst habe ich das Bild hier in dem ein oder anderen Forum als Avatar. Wenn die San Jose Sharks Mittwoch Nacht die Dallas Stars empfangen könnte er sein 500. NHL-Tor schiessen und sich damit endgültig in die Riege der ganz großen Spieler einreihen. Und selbst wenn nicht, irgendwann in dieser Saison wird es fallen!

Auf ESPN.com beantwortet JR Fan-Fragen, und auch wenn er merklich ruhiger geworden ist, muss man das gelesen haben. Was ich aber am allerbesten fand, war eine Story aus den Kommentaren, die vielleicht nicht jeder anklickt:

I’ll never forget the first time I met Jeremy Roenick. It was at an autograph session. I waited a good 45 minutes to get to the front of the line. When I finally got up to him, I said a few kind words and then handed him an 8X10 glossy to sign.

He signed it and handed it back, then – suddenly – he grabbed my wrist real tight. And, through clenched teeth, he said, “Read the autograph.”

He had a serious look on his face, and sort of nodded to the autograph. I walked away slowly, and when I was about 15 feet away, I looked at the photo. On it, he’d written:

“HELP ME! THEY’RE AFTER ME!”

Pretty weird situation.

espn.com

Ja, man muss ihn einfach lieben!

Aber diesmal ein echtes und das könnte durchaus interessant werden. Marcel Goc, seines Zeichens deutcher Export in die NHL und dort inzwischen auch als Stammspieler in der 3./4. Reihe etabliert, hat gestern angefangen zu bloggen. Zu finden ist das ganze auf der Homepage seines Vereins, den San Jose Sharks.
Im seinem ersten Beitrag schreibt er auch gleich etwas über seine beiden Landsmänner und Torhüter Dimitri Pätzold und Thomas Greiss, die sich bis vor wenigen Tagen noch einen Kampf um die Backup-Position bei den Sharks lieferten.

It was fun watching Thomas and Dimitri play for the backup goalie job. I’ve played with Dimitri on national teams since I was 15. I heard about Thomas a lot because he is the same age as my younger brother. The first time I really met him was at the Olympics in Torino. They will both be playing in the NHL some day.

San Jose Sharks

Man darf gespannt sein, wieviel Marcel in seinem Blog aus dem Nähkästchen plaudern wird…

Die Florida Panthers haben ihr Radio-Gespann für die kommende NHL-Saison neu besetzt. Soweit ist das noch garnicht so interessant, interessant wird es, wenn man sieht, wer dort jetzt kommentiert, bzw. analysiert:

The Panthers on Tuesday made official their radio broadcast team for this season: Former analyst Randy Moller takes over as play-by-play announcer and former Panthers wing Bill Lindsay becomes analyst.

Palm Beach Post, gefunden bei James Mirtle

Bill Lindsay hat seine aktive Karriere damit also beendet und wird jetzt sozusagen ein Kollege. Da wird man sich sicher das ein odere andere Spiel der Panthers mal anhören müssen, um zu wissen, wie Bill seinen neuen Job macht und ob er nicht die ein oder andere Anektode aus Köln zum Besten gibt.

Nachtrag:
Hier noch die offizielle Bestätigung der Panthers. Interessant ist noch, dass er wohl ein Angebot aus Deutschland hatte, der Verein wird allerdings nicht benannt.
Lindsay Named Panthers’ Radio Analyst

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