Ganz schnell die Info, das Outdoor-Allstargame auf dem roten Platz gibt es bei universalsports live als Stream in sehr guter Qualität und mit englischen Kommentaren. Viel Spass!

Die NHL hat eins, die DEL hat eins und andere liegen vermutlich auch: das Allstar-Game. Für manchen Fan sicher unnötig und uninteressant, für den anderen ein Saison-Highlight. Diese Aussage trifft so sicher auch auf Outdoor-Games zu. Was sagt man jetzt aber, wenn diese neue russische Liga, die Kontinental Hockey League, einfach hingeht und beides verbindet?

Ja, richtig gelesen, das KHL-Allstar-Game wird kommenden Samstag als Outdoor-Game stattfinden. Und das ist nichtmal alles, die Russen haben sich direkt mal den Roten Platz in Moskau zu diesem Zweck ausgesucht!

Einigermassen lustig auch die Teams: da spielt Team Yashin – stellvertretend für die Russen – gegen das Team Jagr – die Nicht-Russen. Hier die Starting Six der beiden Mannschaften:

Team Yashin:

G Alexander Eremenko (Salavat Yulaev Ufa)

D Ilya Nikulin (Ak Bars Kazan), D Vitaly Proshkin (Salavat Yulaev Ufa)

F Alexei Morozov, Danis Zaripov (beide Ak Bars Kazan), Maksim Sushinsky (SKA St Petersburg)

Team Jagr:

G Robert Esche (SKA St Petersburg)

D Ray Giroux (SKA St Petersburg), Kevin Dallman (Barys Astana)

F Pavel Brendl (Torpedo Nizhny Novgorod), Tony Martensson (Ak Bars Kazan), Jan Marek (Metallurg Magnitogorsk).

Wie bei anderen bekannten Allstar-Games werden die Teams von den Fans gewählt, in der KHL dürfen aber zusätzlich noch Medienvertreter einen kompletten Block ins Rennen schicken. Diese Auswahl findet sich hier. In Deutschland treffen die Medienvertreter z.B. “nur” die Vorauswahl der Spieler, die dann auf der DEL-Seite zur Wahl stehen.

Alle weiteren Infos zum KHL-Allstar-Game gibt es auf http://www.khlallstars.ru/en/ und das sogar auf Englisch. Was mehr ist, als man je auf der normalen KHL-Seite gefunden hat…

Nachdem die KHL ihre Webseite vor ca. zwei Wochen nochmal einem Facelifting unterzogen hatte, prangte dort auch ein “English”-Button, der aber leider ohne Funktion war. Seit heute hat sich das geändert und nach dem klick auf die britische Flagge sind zumindest schonmal alle Statistiken auf englisch verfügbar. Es wird wohl noch etwas dauern, bis alle Inhalte auch auf englisch verfügbar sind, aber es ist ein erster Schritt.

Da kann man dann z.B. wunderbar sehen, dass ein Ivan Ciernik mit Novosibirsk auf dem 20. Tabellenplatz steht (von 24 Mannschaften) und in 5 Spielen gerade mal ein Tor geschossen hat.

CHL-LogoDer SC Bern hat das Qualifikationsturnier zur CHL in Nürnberg gewonnen und damit das morgige Spiel zwischen den gastgebenden Sinupret Ice Tigers und dem HC Kosice zu einem Schaulaufen degradiert.

Im gestrigen Spiel schlugen die Schweizer die Ice Tigers mit 4:1 in einem Spiel, das bis zur Hälfte noch torlos war. Die Berner gingen nach 30 Sekunden im Powerplay in Führung, die von Nürnberg noch im selben Abschnitt egalisiert werden konnte. Im Schlussabschnitt ging der Schweizer Vizemeister erneut in Führung, diesmal kam Nürnberg nicht mehr hinterher. Das heutige Spiel endete dann 5:4 für Bern und bedeutet den Einzug des zweiten Schweizer Teams in die Gruppenphase der CHL.

Die 12 Teams im Überblick: Espoo Blues und Kärpät Oulu für Finnland, HV71 Jönköping und Linköpings HC für Schweden, Metallurg Magnitogorsk und Salavat Yulayev Ufa für Russland, Mountfield Ceske Budejovice und Slavia Prag für die tschechische Republik, ZSC Lions Zürich und SC Bern für die Schweiz, sowie Slovan Bratislava für die Slovakei und die Eisbären Berlin für Deutschland.

Die IIHF hat auf ihrer Seite eine Übersicht über alle Transfers von Spielern zwischen den europäischen Ligen (inkl. KHL) und den NHL-Vereinen (ohne Minor League Teams) bereitgestellt:

While 63 players decided to go west, 64 NHLers – players who basically played in minor leagues last season are not included – signed contracts in Europe. Out of this number, 37 are European returnees and 27 are North Americans.

The new KHL lured most players, 34; 25 of them went to Russian teams, [...]

Timo Pielmeier (Köln) und Felix Schütz (Ingolstadt) sind die beiden deutschen Spieler, die nach Nordamerika wechselten, nach Deutschland zog es erstmalig Frederic Cassivi (Nürnberg), Mike Johnson (Köln), Jason King (Mannheim), Jon Klemm (Straubing), Allan Rourke und Bruno St. Jacques (beide Ingolstadt).

Die komplette Liste gibt es bei der IIHF.

Die Ereignisse überschlagen sich in den letzten ca. 24 Stunden. Erst bringen die Gerüchte um Travis Scotts Weggang nach Russland die Kölner Fans in Aufruhr und Verzweiflung und am nächsten Abend steht schon der Nachfolger parat. Damit steht fest, dass die DEL den besten Torhüter der Saison verliert.

Nationaltorwart Robert Müller,der zuletzt für die Füchse Duisburg zwischen den Pfosten stand,wechselt ab Montag zu Ligakonkurrent Kölner Haie. Dort unterzeichnet der Schlussmann einen Vetrag bis zur Saison 2009/2010.
[...]
Der Torhüter wird am Sonntag sein letztes Spiel für die Füchse Duisburg in Düsseldorf bestreiten.

del.org

So schnell geht es im Profi-Sport. Eben noch 4:1 gegen Köln gewonnen und in 3 Tagen selber dort zwischen den Pfosten stehen.
Bitter natürlich für die Duisburger, die mit Müller ihren zweiten Leistungsträger neben Teljukin und vielleicht den Spieler, der am meisten für den aktuellen Aufschwung (3 Siege in Folge, 5 der 7 EVD-Siege und 14 der 21 Punkte mit Müller) verantwortlich war, verlieren.

Update (9.12.2007, 23:15h): Nach dem Sieg über die DEG heute, noch mit Robert Müller im Tor, liegen die Füchse bei 4 Siegen in Folge. Bei 6 der 8 EVD-Siege und 17 der 24 Punkte war Müller mit im Team. Die Füchse sind bisher im Dezember das beste Team der Liga.

Großer Schock am späten Abend, die Russen winken mit dem Millionen und Travis Scott kann wohl nicht widerstehen, die DEL würde einen ihrer absoluten Starspieler verlieren:

Doch mit Scotts Regentschaft in Köln ist es bald vorbei. „Es stimmt. Travis will unbedingt weg, und das schon seit Wochen. Bisher haben wir ihm die Freigabe verweigert. Doch das ist ein Schwelbrand. Ein großes Problem, das wir lösen müssen. Travis will das Haie-Trikot nicht mehr tragen“, bestätigte Geschäftsführer Thomas Eichin einen Tag vor dem heutigen Spiel bei den Füchsen Duisburg die Wechselgelüste des Puckfängers.

Nach Rundschau-Informationen liegen Scott mehrere Anfragen aus Russland vor, wobei sein Ex-Club dabei die größten Anstrengungen unternimmt, den zweifachen Vater, der Magnitogorsk vor Monaten wegen seiner in der kanadischen Heimat gebliebenen Familie verließ, zurückzuholen.

Kölnische Rundschau

Angeblich bietet der russische Klub dem Kanadier eine Million Euro netto. Das wäre etwa das achtfache der jetzigen Bezüge.[...] Offenbar ist die neue Offerte der Russen hoch genug, um ein weiteres dreiviertel Jahr der Trennung in Kauf zu nehmen.

Beim KEC geht die Tendenz in Richtung Freigabe. Ein über eine entgangene Chance betrübter Torhüter unter dem Druck einer unzufriedenen Familie wäre ein ständiges Risiko. Allerdings dürfte der Markt für Torhüter zurzeit recht eng sein. In der DEL läuft die Wechselfrist am 15. Januar ab. Die Haie verfügen noch über eine freie Ausländerlizenz, würden aber gern eine deutsche Nummer eins verpflichten.

Kölner Stadtanzeiger

Morgen mehr dazu.

Die Tage werden kürzer, das Wetter … naja, eigentlich wird’s ja fast besser, aber dennoch…. wird kühler und ungemütlicher. Zeit für das ein oder andere Buch und bereits vorgestern angekommen sind bei mir diese beiden Schmuckstücke:

Neuer Lesestoff im Oktober 2007
King of Russia: A Year in the Russian Super League von Dave King in Zusammenarbeit mit Eric Duhatschek handelt vom ersten Trainerjahr des ehemaligen Hamburger Coaches in der russichen Superliga bei Metallurg Magnitogorsk. King war der erste kanadische Chefcoach, dem ein Traineramt in Russland anvertraut wurde und ein Einblick in seine Gedanken in dieser unbekannten Welt ist sicherlich sehr interessant:

I really don’t know much about what I’ve let myself in for. I don’t know my assistant coaches; I don’t know the language; and, with one or two exceptions, I don’t know the players. I’m going into this exercise cold turkey, and even though it’s July, it’s a grey, cold day – perfect hockey weather, in other words.

Auszug Klappentext “King of Russia”

Interessant für Fans hierzulande sind dabei sicherlich drei Spieler, die in der Saison 2005/06 in Magnitogorsk gespielt haben. Zum ersten wäre da Travis Scott, der Top-Torhüter Neuzugang der Kölner Haie, weiterhin der ehemalige Krefelder, Mannheimer und inzwischen schon wieder Frankfurter Spieler Ilja Vorobiev, sowie zu guter Letzt Evgeni Malkin, der nach der im Buch geschilderten Saison – trotz eines gültigen Vertrages – regelrecht in Richtung NHL flüchtete und in Pittsburgh inzwischen seine zweite Saison an der Seite von Superstar Sidney Crosby spielt.
Kurz reingelesen habe ich schon und werde es auch als erstes lesen, in der Hoffnung dass es so persönlich bleibt, wie es auf den ersten Seiten den Anschein hat.

The Code: The Unwritten Rules of Fighting and Retaliation in the NHL von Ross Bernstein wird dann sicher etwas abstrakter, denn es behandelt einen Ehrencodex, nach dem Spieler angeblich in der NHL bezüglich Fights und Vergeltungsaktionen vorgehen. Eine Art ungeschriebenes Gesetz, entstanden in vergangenen Tagen und eventuell schon garnicht mehr gültig, wenn man sich die Respektlosigkeiten gewisser Spieler in der heutigen NHL ansieht. Zum Schmunzeln kann der der ein oder andere Auszug aber sicher auch anregen:

“Our attitude was that nobody was going to intimidate us. Period. We were proud of guys coming down with the ‘Philly Flu,’ because that meant they were intimidated before they even stepped foot in our building. … I used to hear stories from opposing players about when they would have to come into Philly to play us at the Spectrum. They would all be laughing and joking on the bus from the airport until they came to the Walt Whitman Bridge; then the entire bus would go silent. The big joke was that they would pull up to the arena and turn off the engine, only the bus would keep shaking.”
Dave “the Hammer” Schultz, legendary Philadelphia Flyers enforcer and “Broad Street Bully”

Auszug Klappentext “The Code”

Wie gesagt, in vergangenen Jahrzehnten entstanden, aber das Buch ist noch recht aktuell, wie man auch am Zitat der 8 Regeln aus dem Film “Fight Club” ersehen kann.

Sobald ich durch bin, werd ich hier sicher noch Reszensionen schreiben. Und irgendwann sollte noch das dritte bestellte Buch kommen:
Blood Feud: Detroit Red Wings V. Colorado Avalanche: The Inside Story of Pro Sports’ Nastiest and Best Rivalry of Its Era: Detroit Red Wings V. Colorado Avalanche
Da schlägt dann einfach mein Avalanche Fan-Herz durch, ist sicher auch sehr interessant.

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