… bis ich hier was schreibe, gibt es natürlich zahlreiche Seiten im Internet zur Unterhaltung. Der geneigte Hockey-Fan hätte natürlich gerne was sachbezogenes und so gebe ich hier gerne einige Lesetipps. In Folge 1 beschränken wir uns mal auf das, was man so langsam aber sicher – in aller Bescheidenheit natürlich – als die “deutsche Hockey-Blogosphäre” bezeichnen könnte:

  • Eishockey-Blog – täglicher aktualisierter Blog mit News hauptsächlich aus dem DEL-Bereich, der Schreiber ist Krefelder Anhänger und das merkt man gelegentlich auch ;)
  • Check von hinten – ebenfalls recht aktueller Blog mit Schwerpunkt DEL. Ergebnisse, Tabellen, aber auch immer die aktuellen LiveRadio-Übertragungen der Liga findet man hier. Von Düssis, merkt man garnicht ;)
  • Haieblog – Der Name sagt es schon, mein werter Haimspiel.de-Kollege René beleuchtet alles rund um den KEC näher: was machen die Ex-Haie, was schreibt die Presse aktuell, welchen Stellenwert haben die Haie im Kölner Gesamtsportgebilde? Ist von einem Kölner und ob man das merkt, müssen andere beurteilen…
  • eisbaerlin-Blog – Der Name sagt es ja eigentlich schon, es ist ein Bärliner Blog, mit Schwerpunkt Eisbären sowie den DEL-Spieltagen. Ab und zu ein Blick über den Tellerrand, fertig ist das Blog.
  • Break-Away Eishockey-Podcast – Ok, nicht ganz das klassische Blog, aber trotzdem einen Download wert. Woche für Woche gibt es einen neuen Podcast zum anhören und das schon seit knapp 2 1/2 Jahren und das alleine verdient schon einigen Respekt.
  • Sechs mit Gummi, Zicos Eishockey-Blog – Ganz was anderes. Das Design ist schlimm und verursacht nach ca. 20 Minuten ernsthafte Sehstörungen… ABER in diesen 20 Minuten hat man jede Menge Spass mit Zicos Eishockey-Anekdoten aus der Freiburger Eishockey-Welt. Unnachahmlich geschrieben, zum Schmunzeln und zum Ablachen, denn: Eishockey muss Spaß machen!

Das soll es für’s Erste gewesen sein, wer noch mehr Blogs aus dem Bereich Eishockey kennt sollte mir dringend eine Nachricht in den Kommentaren hinterlassen, inkl. Link natürlich.

Und irgendwann mach ich mir dann auch mal eine hochoffizielle Blogroll. Irgendwann mal….

Mit der letzten Eishockeyentscheidung der Saison, dem Stanley Cup-Gewinn der Detroit Red Wings, hat die Sommerpause uns alle erreicht. Zumindest was das passive Eishockey angehtt. Aktiv werde ich z.B. heute abend schon wieder und sicher auch noch das ein oder andere Mal über den Sommer.

Und auch ansonsten empfinde ich die Sommerpause fast immer etwas stressiger, als die Saison an sich, in der sich doch immer wieder eine gewisse Routine wiederfindet.

In 3 Monaten geht’s wieder weiter…

Weil ich mal wieder keine Zeit für mein eh schon benachteiligtes Blog habe, hier ein kleiner Lückenfüllerbeitrag. Und ein weiterer Grund, warum ich in Zukunft wenig Zeit haben werde…

Wahl zum Fanbeirat der Kölner Haie

Weil ich sogar schon gefragt wurde: Ja, ich lebe noch und auch hier wird’s weitergehen. Die Playoffs in fast allen Ländern laufen – oder sind sogar schon vorbei – und dementsprechend hoch war auch der Stresspegel bei mir. Vor allem natürlich wegen der DEL-Playoffs und dem großen Erfolg, den die Haie in selbigen feiern. Morgen geht’s schon wieder nach Berlin zum dritten Finalspiel, es wird mein 33. Haie-Spiel in Folge live vor Ort sein.
Da ich aber meine erste Woche Urlaub schon fast rumbekommen und die Akkus wieder aufgeladen habe, werde ich meien Leser hier wieder mit der ein oder anderen Story beglücken können. Reinschauen lohnt sich also wieder…

Nur kurz der Hinweis, dass ich heute abend in der Talkrunde des Haie FanTV auf center.tv zu Gast sein werde. Teilnehmen werden weiterhin Alexander Brandt, seines Zeichens Reporter und Kolumnist für die EishockeyNews, sowie vorraussichtlich Philipp Walter, der Pressesprecher der Kölner Haie.

Die Sendung läuft live von 19-20 Uhr und ist auch auf der Webseite von center.tv per Stream zu sehen. Die erste Wiederholung läuft um 23 Uhr, die weiteren Termine findet ihr auf Webseite.

… um etwas zu bloggen. Wenn ich hier nix schreibe, bin ich ziemlich sicher mit was anderem beschäftigt. In letzter Zeit gibt’s wieder ziemlich viel zu tun bei haimspiel.de. So habe ich endlich mal die “Coach’s Corner” starten können, die wir eigentlich schon seit Beginn der Saison haben wollten. Wirklich eine gute Sache. Sehr nett war, dass bei dem Termin zufällig auch seine Frau und Tochter anwesend waren und so konnte man auch einen ganz kleinen Blick auf den Familienmenschen Mason werfen. Einen Einspieler für das LiveRadio von Tochter Jade konnte ich auch noch abstauben. Schade nur, wenn auch in gewisser Hinsicht versändlich, dass meine Idee, den Brief im “Mason-Deutsch” zu belassen, nicht auf uneingeschränkte Zustimmung stiess und wir ihn dann doch auf hochdeutsch ausformuliert haben.
Für die nächsten Wochen ist dann noch die ein oder andere Überraschung auf haimspiel.de geplant, vorbeischauen lohnt sich also immer ;)

Gestern war dann natürlich das Derby gegen die DEG, gerne auch als “die Mutter aller Spiele” bezeichnet. Viel von einem großartigen Spiel war davon allerdings nicht zu sehen, die DEG relativ unbeeindruckend, die Haie dafür umso mehr. Ich hatte eigentlich zu keinem Zeitpunkt Sorge, dass etwas anderes als ein Sieg rausspringen würde. Selbst nach dem 0:1 nicht. Die Haie strahlen zur Zeit einfach ein unglaubliches Selbstbewusstsein aus, man könnte fast schon Angst davor bekommen. Mal sehen, wie sie sich am Wochenende in Bayern schlagen. Augsburg ist zuhause eine absolute Macht und hat die Kölner ja Mitte Dezember auch schonmal mit 3:0 abgefertigt. Warum ich da immer wieder hinfahre ist mir selber ein Rätsel. Diesmal liegt der Grund wohl in der großen Bayerntour, denn am Sonntag geht es nach Straubing, wo die Haie sich auch immer sehr schwer getan haben. Zuletzt gab es Anfang Dezember ein großartiges Torhüterduell zwischen Mike Bales und Travis Scott. Scott entschied es mit einem Shutout für sich, die Haie gewannen 1:0 und damals wusste noch niemand, dass es das letzte Spiel dieses Ausnahmetorhüters in der DEL sein würde. Er führt die beiden Torhüterstatistiken der DEL noch heute mit beachtlichem Vorsrpung an und wird das wohl auch bis zum Ende der Saison noch tun.

Nach dem Derby gestern haben wir noch die ersten Test-Videointerviews mit den Spielern gemacht, das war auch sehr interessant. Vor allem, da ich erst sehr kurzfristig eingesprungen bin und keine Zeit hatte, mir vorher schlaue Fragen auszudenken. Bei sowas unvorbereitet zu sein gehört nicht zu meinen Stärken… aber es hat ganz gut geklappt.
Die größte Peinlichkeit war dann auch keine Frage, sondern Marcel Müller mit “Moritz” angesprochen zu haben, was er aber zum Glück garnicht gemerkt und erst auf mein nachgeschobenes “Marcel” reagiert hat. Andi Renz hat die Stimmung als die beste Derby-Stimmung bezeichnet, die er je erlebt hat und merkte an, dass er immerhin schon 7 Jahre in Köln sei. Kai Hospelt wollte sein aberkanntes Tor natürlich als regulär betrachtet haben und bei Todd Warriner fiel mir der Begriff “disallowed goal” nicht ein, was rumstammeln meinerseits zur Folge hatte. Aber wir haben uns letztenendes verstanden und darauf kommt es ja an.

Zu guter letzt stand ich letzte Woche auch mal selber wieder auf dem Eis, weil ich wieder richtig Lust bekommen hatte, das zu erleben, was ich sonst nur sehe und im LiveRadio beschreibe. Und wie ich diesen Sport liebe! 3 Jahre lang hatte kein anständiges Training mehr, zuletzt nur 2 Spass-Eiszeiten, die aber Lust auf mehr machten. Und ja, es war wieder richtig anstrengend für mich als Konditionswunder, aber es macht einfach Spass und wenn man es am Anfang recht einfach hält, den ein oder anderen einfachen Pass spielt, in der Abwehr die Scheibe erstmal nur rausbringt, statt sie dem Gegner zu überlassen und – das ist am allerwichtigsten – die Beine in Bewegung hält, klappt alles erstaunlich gut und man merkt fast garnicht, dass man solange weg war. Naja, bis auf die Kondition und den erhöhten Wasserkonsum halt…
Das wird wiederholt und wahrscheinlich geh ich jetzt auch wieder regemlmäßig, kann sicher nicht schaden.

Der Ex-Kölner und Nürnberger Stürmer Sergio Momesso, der in der DEL immer für die ein oder andere Schlägerei gut war (656 Strafminuten in 183 Spielen), wurde am Samstag abend beklaut. Dabei stahlen die Diebe aus seinem Haus in Kirkland drei Trikots aus seiner aktiven Zeit, sowie seinen diamantbesetzten Stanley Cup Ring aus dem Jahr 1986.

Momesso is devastated that three of his NHL jerseys – No. 36 for the Canadiens, No. 27 for the Vancouver Canucks and No. 27 for the St. Louis Blues (which was signed by linemate Brett Hull) – were taken.

habsinsideout.com

Es wird zwar nicht erwähnt, wie Momesso auf den Verlust des Ringes reagierte, aber eigentlich sollte das doch der herbere Verlust sein.

Nebenbei erfährt man dann auch noch, dass Momesso jetzt ein recht populäres Café in Quebec namens -wer hätte es erraten können – “Momesso” führt.

- weitere Meldung bei tsn.ca

… dann ziehen Eishockeyspieler, bzw. deren Anwälte, auch vor weltliche Gerichte und suchen dort die Antwort auf die Frage, ob Recht oder Unrecht geschehen ist und inwiefern das Unrecht zu bestrafen ist. Die Gerichte brauchen zuweilen ihre Zeit, so wie im Fall Andrew McKim gegen Kevin Miller, der auf einem Vorfall aus dem Jahre 2000 beruht. Kevin Miller hatte in einem regulären Ligaspiel seines HC Davos gegen die ZSC Lions seinen Gegenspieler Andrew McKim von hinten über den Haufen gefahren und diesen so schwer verletzt, dass er auf dem Eis selber nicht mehr wusste, dass er überhaupt Eishockey spielt und Kinder hat. Bleibende Schäden trug er ebenfalls davon.
Inwischen hat das Schweizer Bundesgericht in letzter Instanz entschieden, dass Miller bestraft werden kann, über die Höhe der Strafe wird aber erst ein zivilstrafrechtlicher Prozess bestimmen.

Leider ist es wohl so, dass im Sport die sportlichen Grenzen mitunter soweit überschritten werden, dass Sportgerichte keine ausreichende Bestrafung verhängen können und Gerichte darüber entscheiden müssen. In Zeiten, in denen z.B. auch in der NHL von vielen Spielern mangelnder Respekt untereinander beklagt wird, könnte die Anzahl dieser Vorfälle immer weiter ansteigen und man kann wirklich nur hoffen, dass dem nicht so sein wird. Aber jeder Prozess außerhalb der Sportgerichte wird den Weg ebnen für neue, jeder Prozess wird eine neue “Referenz” darstellen. Eine Entwicklung die mehr als nur nachdenklich stimmt. Die Folgen für den Sport sind nicht vorhersehbar und die Folgen für die Gesundheit der Spieler in jedem einzelnen Fall noch viel weniger.

Of course, not any foul in hockey and other sports have and will have the same impact as Miller’s one had to McKim, but the sentence could lead the way for other cases, saying that the breach of a sports rule book can also cause penal liability of players who injure their opponents because of recklessness or carelessness. If such criminal prosecution is good for the protection of players or, as others might say, a defeat for hockey – it’s up to oneself to decide. It might, however, not surprise that the views diverge especially between followers of the delinquent and those of the victim.

IIHF.com: When it doesn’t end in the sin bin

Die IIHF veröffentlicht bis zum Tag vor dem Finalspiel der WM 2008 in Canada jede Woche ungefähr drei Stories des letzten Jahrhunderts Eishockeygeschichte.

The story can be about a single moment—a goal, a great save, a referee’s call—or about an historic event of longer duration—a game, series, tournament, or rule change.

IIHF.com – 100 Top stories of the century

Absolut lesenswert.

Heute beim Spiel der Haie gegen den Aufsteiger aus Wolfsburg wieder was gelernt. Beziehungsweise erstmal dumm geguckt, als der finnische Austauschschiedsrichter Jari Levonen eine Strafe wegen “Handpass” verteilte, in deren Folge das vorentscheidende 3:1 fiel, mitten in die Drangphase der Grizzly Adams Wolfsburg hinein.
Der Mann hatte Recht:

559 – HANDLING THE PUCK WITH THE HANDS BY A PLAYER
a) Any player, except the goalkeeper, who closes his hand on the puck shall be
assessed a: Minor penalty(2′)

Regelbuch 2006-2010 (engl.)

Wobei es hier um das Schliessen der Hand um den Puck ging und die Ansage “Handpass” in der Kölnarena einfach falsch war. DEL.org hat’s dann auch richtig als “Spielen des Pucks mit der Hand” ausgewiesen.

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