Feb
26
Jetzt hab ich hier also schon zwei Artikel zum DEB-Pokal und dem Umgang der Verantwortlichen mit dem selben geschrieben, da setzen die dem Ganzen Theater nochmal dir Krone drauf. Die Braunschweiger Allgemeine schreibt, dass sich der Pokalsieg für die Grizzly Adams nach Abzug der Siegprämien nicht weiter rentiert. Die Wolfsburger erhielten nichtmal die Hälfte des Preisgeldes der vergangenen Jahre:
Gernot Tripcke, Geschäftsführer der Deutschen Eishockey-Liga, erklärt das Problem wie folgt: In den Vorjahren zahlte jeder teilnehmende Klub ein Startgeld in Höhe von 1000 Euro. Bei 32 Klubs befanden sich dann 32 000 Euro im Pott. 30 000 davon wurden an die Finalisten ausgeschüttet. Der Rest ging für Spesen und andere Ausgaben wie Medaillen drauf. In diesem Jahr planten die Verantwortlichen jedoch anders. “Erstmals sollte eine Vermarktungsagentur aus Augsburg den Pokal vermarkten. Die Sponsorengelder sollten anteilig unter den Finalisten aufgeteilt werden”, sagt Tripcke. Der Versuch schlug fehl, die Einnahmen waren gleich null.
Kurzfristig probierten Tripcke und Co., zur alten Antrittsgeld-Regelung zurückzukehren. So stellte die DEL 16 000 Euro für ihre 16 Klubs bereit. Die ESBG, in der die Klubs der 2. Liga und Oberliga organisiert sind, weigerten sich jedoch, nachträglich zu bezahlen – es fehlten 16 000 Euro im Vergleich zu 2008.
Erschreckend hieran ist, dass sich die ESBG-Clubs, die eigentlich am meisten vom Pokal profitieren, verweigerten. Aber vermutlich war das ganz so kurzfristig, dass kein ESBG-Verein mehr im Wettbewerb war und dann greift im deutschen Eishockey das kurzsichtige Prinzip: “Wovon ich keinen (direkten) Vorteil habe, das mach ich nicht”.
Und das mit der Vermarktungsagentur war… ähm ja… das war dann wohl der Totalgriff ins Klo. Fragt sich eben nur noch, ob die Agentur unfähig war oder der Pokal nicht zu vermarkten ist. Aber besteht gutes Marketing nicht auch darin, schwer an den Mann zu bringende Produkte zu verkaufen?
Kommentare
Ein Kommentar zu “Und schon wieder DEB-Pokal”
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1000 euro Startgeld?
Man kann doch locker die DEL Vereine 2000-3000 Euro zahlen lassen, allein durch die Einnahmen eines Heimspiels sollte das wieder reinkommen,und selbst wenn man nie im pokal ein Heimspiel hat, diese summe muss ein DEL Verein tragen können.
Die Nicht DEL Klubs legen dann halt weiterhin nur 1000Euro hin und schon rentiert sich das Preisgeld für alle Beteiligten wieder