Denn die Blitze schlagen ein. Die Tampa Bay Lightning aus der NHL sind heute zu Gast in der nagelneuen O2-World in Berlin und spielen ein Testspiel (die NHL-Saison beginnt erst am 4.10. mit Spielen in Stockholm und Prag) gegen den deutschen Meister und Pokalsieger, die Eisbären.

Mit dabei natürlich Olaf Kölzig als Ex-Eisbär, Top-Star Vinnie Lecavalier, der wohl sein erstes Spiel nach Verletzungspause machen wird sowie der 1st Pick overall des diesjährigen NHL-Drafts Steve Stamkos.

Leider und auch völlig unverständlicherweise wird das Spiel nirgends übertragen, nichtmal auf den nicht legalen Quellen im Internet ist etwas angekündigt. Wirklich sehr traurig und eine Riesenchance, die hier vertan wird. Immerhin bieten die Eisbären ihren Liveticker an, diesmal sogar zweisprachig. Und da der Flieger der Jungs aus Tampa Verspätung hat kommt sogar dieser Blogeintrag noch pünktlich vor Anpfiff, der jetzt auf 16:30 verlegt wurde.

Beim Prüfen meiner Fernseh-Links oben rechts bin ich über die neue DSF-Seite gestolpert. Ein Alptraum in Flash, in dessen Menüleiste man dann neben “Bundesliga”, “Hattrick – 2. Liga”, “Doppelpass”, “Motor” und “Poker” im Bereich Sport (!) erfreulicherweise auch wieder etwas zur 2. Eishockey-Bundesliga findet.

Als erste gute Nachricht kann vermeldet werden, dass das DSF auch in dieser Saison wieder ein halbstündiges Magazin ausstrahlt, und zwar Sonntags um 17 Uhr. Man erfährt auch gleich etwas zum neuen Modus des Unterhauses, der sich offenbar sehr stark an die DEL anlehnt:

Die 2. Eishockey-Bundesliga im DSF: Auch in der Saison 2008/09 berichtet das DSF in einem halbstündigen Magazin jede Woche von den Spielen des jeweils aktuellen Spieltages. Mit dabei sind Traditionsclubs wie der SC Riessersee, die Landshut Cannibals oder der Schwenninger ERC. Ab diesem Jahr spielen 13 statt wie bisher 14 Mannschaften in der Liga, für die zunächst eine Doppelrunde mit 48 Spielen pro Verein ansteht. Wie in der DEL wird ab diesem Jahr mit Pre-Playoffs gespielt. Das heißt die ersten sechs Mannschaften der Doppelrunde qualifizieren sich direkt für die Play-Offs, die Vereine auf den Plätzen sieben bis zehn spielen in einer Best-of-three-Serie zwei weitere Play-Off-Teilnehmer aus und die Mannschaften auf den Plätzen elf bis 13 ermitteln einen Absteiger in die Oberliga.

Die zweite gute Nachricht lautet, dass es jetzt analog zum DEL.TV für die DEL Berichte in Bild und Ton von der 2. Liga gibt, eben auf DSF.de, das sich dem anhaltenden Trend namens Videoportal wohl nicht länger verschliessen wollte. In diesem Fall nehme ich das erfreut zur Kenntnis.

… wird es morgen im NetCologne FanTV auf center.tv eine Talkrunde geben. Mit dabei sind der Geschäftsführer der Kölner Haie Thomas Eichin, der Eishockeyjournalist und -kolummnist Alexander Brandt und zu guter Letzt meine Wenigkeit. Durch die Sendung führt wie immer Konstantin Klostermann. Los geht’s um 19:05 Uhr und jeder, der nicht in und um Köln wohnt kann sich den Stream auf www.center.tv ansehen.

Zur weiteren Lage der Haie – die einer der Gründe ist, warum es hier so ruhig war die letzten Tage, da man einfach zu nix anderem kommt – schreib ich hier in den nächsten Tagen auch noch was.

Nachdem die KHL ihre Webseite vor ca. zwei Wochen nochmal einem Facelifting unterzogen hatte, prangte dort auch ein “English”-Button, der aber leider ohne Funktion war. Seit heute hat sich das geändert und nach dem klick auf die britische Flagge sind zumindest schonmal alle Statistiken auf englisch verfügbar. Es wird wohl noch etwas dauern, bis alle Inhalte auch auf englisch verfügbar sind, aber es ist ein erster Schritt.

Da kann man dann z.B. wunderbar sehen, dass ein Ivan Ciernik mit Novosibirsk auf dem 20. Tabellenplatz steht (von 24 Mannschaften) und in 5 Spielen gerade mal ein Tor geschossen hat.

Der amtierende deutsche Meister Eisbären Berlin hat heute sein erstes Heimspiel. Und das ist nicht nur irgendein Spiel, sondern wird von den Berliner Verantwortlichen in den letzten Tagen und Wochen gerne als Start in eine neue Ära des Berliner Eishockey angepriesen. Der Meister bekommt eine meisterliche Halle und startet damit direkt auch in der neuen Champions Hockey League. Nach der Eröffnung mit der Metallica Album Release Party und einem Herbert Grönemeyer-Konzert erlebt die nagelneue O2-World am Eröffnungswochenende auch ihr erstes Eishockeyspiel: Eisbären Berlin gegen die Augsburger Panther.

Es bleibt eigentlich nur die Frage, wie die Berliner Fans den neuen Bärenbau annehmen werden – gerade einmal 2000 verkaufte Dauerkarten sind ein trauriges Zeugnis. Auch die Gelegenheitszuschauer und “Eventies” wollen erst gelockt werden. Und dann war da noch die Sache mit dem Ostberliner Verein, als den die Fans ihre Eisbären bisher gerne sahen und dem der Standort der neuen Halle geschuldet ist. Auch wenn Berlin eine Millionenstadt, kann man sicher nicht auf die Westberliner verzichten. Doch dazu später mehr an dieser Stelle.

Sven Felski wird seiner Mannschaft beim ersten Spiel in neuer Stätte fehlen, er hatte im ersten Saisonspiel einen Kopfstoss gegen Bryan Adams versucht und bekam von der DEL dafür eine 4-Spiele-Sperre.

Premiere überträgt das Spiel ab 16:20 Uhr live aus der O2-World. Ich werde mich wohl mit der Widerholung begnügen müssen, da ich zu dieser Zeit den Haien bei ihrem hoffentlich ersten Saisonsieg zusehe – in der ersten Multifunktionshalle dieser Art, die inzwischen schon 10 Jahre auf dem Henkel hat. Mehr zur O2-World gibt es dann unter der Woche von mir an dieser Stelle.

Letzte Berichte und Erinnerungen zum Wellblechpalast gibt es bei Welli-Berlin.de, einen ersten Erfahrungsbericht zur O2-World vom “Soft Opening” im eisbaerlin-blog.

CHL-LogoDer SC Bern hat das Qualifikationsturnier zur CHL in Nürnberg gewonnen und damit das morgige Spiel zwischen den gastgebenden Sinupret Ice Tigers und dem HC Kosice zu einem Schaulaufen degradiert.

Im gestrigen Spiel schlugen die Schweizer die Ice Tigers mit 4:1 in einem Spiel, das bis zur Hälfte noch torlos war. Die Berner gingen nach 30 Sekunden im Powerplay in Führung, die von Nürnberg noch im selben Abschnitt egalisiert werden konnte. Im Schlussabschnitt ging der Schweizer Vizemeister erneut in Führung, diesmal kam Nürnberg nicht mehr hinterher. Das heutige Spiel endete dann 5:4 für Bern und bedeutet den Einzug des zweiten Schweizer Teams in die Gruppenphase der CHL.

Die 12 Teams im Überblick: Espoo Blues und Kärpät Oulu für Finnland, HV71 Jönköping und Linköpings HC für Schweden, Metallurg Magnitogorsk und Salavat Yulayev Ufa für Russland, Mountfield Ceske Budejovice und Slavia Prag für die tschechische Republik, ZSC Lions Zürich und SC Bern für die Schweiz, sowie Slovan Bratislava für die Slovakei und die Eisbären Berlin für Deutschland.

Ich schrieb hier ja schonmal, dass man Jeremy Roenick einfach lieben muss!

Gestern wurde ein Interview auf sportingnews.com veröffentlicht, in dem man dank der tolleb Fragen des Interviewers auch mal einen etwas ernsthafteren Einblick gewinnt, wie Roenick über sich selbst, seine Karriere und seine Zukunft denkt:

I’m one of those guys who doesn’t care if he looks like an idiot. Embarrassment isn’t in my vocabulary.

SN: What’s going through your mind when you see yourself on television?

Roenick: I laugh. Sometimes I laugh at myself. Sometimes. I’m like, ‘Why did you say that? What an idiot.’ Other times, I’m like, ‘That actually sounded like I knew what I was talking about.’

SN: How has your media-friendly attitude affected your career?

Roenick: I haven’t become as popular as I’ve become in the sport just because of my on-ice numbers. People know me because of the things I’d say. There are a lot of people who say negative publicity is what opens up doors — whatever kind of doors it opens. Nobody wants to hang out with blah, ‘We came out, wanted to work hard tonight.’ Nobody wants to hear the cliches that go around way too many times. They want to hear, ‘Screw that guy or the refs sucked.’ The media has made me a lot more popular, but they have thrown me under the bus, too.

SN: So what will it be after you retire — television, radio, movies, coaching …

Das komplette Interview hier, und natürlich kommt auch der Spass nicht zu kurz. Hey, es ist immer noch Jeremy Roenick ;)

Sauber, wenn einem ein Schreiberling die Überschrift gleich mitliefert.

Die ARD berichtet ja nur alle Jubeljahre mal über Eishockey, darum ist das Folgende garnicht so schlimm, Anfängerfehler eben. Ich gebe hier ja auch nur Nachhilfe. Jochen Leufgens schrieb für sport.ard.de nach dem 3. Saisonspiel der Haie einen Artikel über deren Fehlstart. Nach dem einleitenden Absatz wollte ich schon aufhören, denn dort musste ich lesen:

Drei Spiele, drei Niederlagen, null Punkte, letzter Tabellenplatz.

Liest sich sehr schön und in sich auch schlüssig, war und ist aber falsch. Die Haie waren vorletzter – ja, auch schon schlimm genug – und sind inzwischen, ohne auch nur einen Punkt zu holen, nur noch 14. Ich bezweifle aber, dass man mit dieser Taktik letztendlich in viel höhere Tabellenregionen vorstossen kann.

Zurück zur ARD, ich war sehr froh weitergelesen zu haben, denn sonst wäre mir ja dieser Absatz für die kleinsten Leser unter uns entgangen:

Es klongt. Während des Gesprächs macht es ständig klonk. Immer dann wenn ein Spieler auf dem Eis beim Training eine Etage tiefer mit dem Puck die Bande trifft. Und es macht tschonk. Leiser. Bei jeder Puckberührung. Tschonk macht es natürlich häufiger als klonk.

Soll man da lachen? Soll man da weinen? Was hat so etwas in einem ernsthaften Artikel der ARD zu suchen? Meine armen Rundfunkgebühren werden mal wieder verbraten. Aber lachen musste ich trotzdem sehr und das soll ja gesund sein, weshalb sich meine Krankenkasse sicher freut.

Und dann war da noch:

Zwei Heimniederlagen in der regulären Spielzeit. Ganze drei Spieltage haben die Haie in dieser Saison dafür gebraucht. In der vergangenen ist ihnen das erst nach 56 Partien passiert.

Widerlegt von einem User im Haie-Forum:

Stimmt so auch nicht, die einzigen beiden Haimniederlagen ohne Punkte gabs bei Haimspiel 2 & 6 und zwar am 3. Spieltag ein 2:4 gegen Berlin und am 12. Spieltag das 2:5 gegen Hannover. Danach gab’s immer min. 1 Punkt für die Haie. Wenn sie schon rumkritisieren, dann doch bitte richtig recherchieren…

Danke, ich hatte es nichtmal gemerkt. Und der letzte Satz ist Oh so true, die Presse kommt aus dem Versteck, wenn es was zum drauf hauen gibt. Beim Kölner Boulevard kennt man das ja eh zur Genüge und ist abgehärtet… aber bei der ARD?

CHL-Logo

Heute abend um 19:30 Uhr startet die Champions Hockey League (CHL) in ihre erste Saison. Naja, eigentlich noch nicht, denn es geht erstmal los mit einem Qualifikationsturnier, um den letzten Teilnehmer zu ermitteln. Teilnehmer sind der SC Bern aus der Schweiz, der HC Kosice aus der Slovakei und eben der Gastgeber, die Sinupret IceTigers aus Nürnberg. Nach zwei Niederlagen (jeweils 2:4 in Frankfurt und gegen Berlin) zum DEL-Start müssen die IceTigers am besten beide Spiele des Turniers gewinnen, um das Teilnehmerfeld der CHL als 12. Team komplett zu machen.

Der SC Bern war erfolgreicher, 3 Siege in 3 Saisonspielen stehen zu Buche und dabei zeugen 14 geschossene Tore von einer starken Offensive. Der HC Kosice startete mit 2 Siegen, verlor aber das letzte Spiel in der slovakischen Extraliga, aber auch hier stehen 13 geschossene Tore in der Statistik. Nürnberg wird sich also offensiv wie defensiv stark steigern müssen.

Der Spielplan für das Wochenende:

  • Freitag, 19:30 Uhr, Sinupret Ice Tigers – SC Bern
  • Samstag, 18:30 Uhr, SC Bern – HC Kosice
  • Sonntag, 18:30 Uhr, HC Kosice – Sinupret Ice Tigers

Gespielt wird in eigens für die CHL angefertigten Trikots im RBK-Edge-Style, der seit letzter Saison ja schon aus der NHL bekannt ist. Alle Trikots sind komplett werbefrei, nur mit dem entsprechenden Vereinslogo auf der Front:

Die Trikots aller Vereine und noch mehr Infos zur Partnerschaft mit Reebok findet ihr hier.

Solange die offizielle CHL-Webseite nicht mehr als eine Visitenkarte ist (dies soll sich spätestens zum Saisonbeginn am 8. Oktober ändern) ist die CHL-Unterseite der IIHF die beste Informationsquelle. Dort gibt es aktuell einen kleinen Einheizer mit O-Tönen von Petr Fical und während des Wochenendes sicher auch Updates und Spielberichte.

Die beste Möglichkeit an diesem Wochenende auf dem Laufenden zu sein bietet aber der österreichische Internet-Sport-TV-Anbieter LAOLA1.AT, denn er überträgt alle 3 Spiele des Qualifikationsturniers live über Webstream. Das heutige Spiel kann in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit deutschem Kommentar empfangen werden, die Spiele morgen und übermorgen gibt es mit englischem Kommentar weltweit. Allerdings muss man sich dafür kurz mit Email-Adresse bei LAOLA1.AT registrieren.

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